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Jugend und Soziales
Alle Bürgerinnen und Bürger müssen in Marburg in Sicherheit leben und arbeiten können. Es darf keine Problembereiche geben in denen dies gefährdet ist.
Geborgenheit in einer Stadt hat aber auch zu tun mit der Weise, wie Menschen mit ihren älteren oder mit hilfsbedürftigen Mitbürgern umgehen. Die politische Einbindung der Interessen älterer oder behinderter Menschen sollte stärker als bisher ermöglicht werden. Dabei ist vor allem die Zivilcourage zu fördern, wenn es darum geht, den hilfsbedürftigen Menschen beizustehen.
Die Altenplanung für Marburg ist ein drängendes Problem, das endlich angepackt werden muss. Hier hat es in der Vergangenheit unverzeihliche Versäumnisse gegeben. Die Marburger Bürgerliste arbeitet an einem Konzept zur Kommunalen Altenplanung.
Der Jugend- und Familienförderung muss mit Vorrang nachgegangen werden. Hier sollte die Vorbereitung auf das Arbeitsleben und die Hilfe bei der Rückkehr in das Erwerbsleben auch öffentlich gefördert werden. Diejenigen Vereine, die Jugendarbeit leisten und dazu gehören auch alle Sportvereine, sind auf die Hilfe der öffentlichen Hand angewiesen. Investitionen in diesen Bereich zahlen sich aus.
Marburg muss familien- und kinderfreundlich sein. Kommunale Jugendpolitik bedeutet für die MBL vor allem die Erhöhung des Angebotes an Ausbildungs- und Arbeitsstellen. Nicht die Anzahl der Jugendclubs in einer Stadt, sondern die Anzahl der Ausbildungs- und Arbeitsstellen ist für uns Maßstab einer guten Politik für die Jugend, denn junge Menschen ohne Qualifikation und Arbeit haben keine Zukunftsperspektive. Vor allem die Kirchen, die Vereine und die Träger der Jugendpflege sind bei ihrer Tätigkeit zu unterstützen. Der Einfluss von politisch Radikalen jedweder Richtung ist durch geeignete Maßnahmen zurückzudrängen. Drogenkonsum und Alkoholmissbrauch stellen mehr denn je eine ernste Bedrohung für unsere Gesellschaft dar. Daher ist die Arbeit der einschlägigen Beratungsstellen zu unterstützen.
Hauptelemente des Gesundheitswesens sind die in Marburg niedergelassenen Ärzte, die Kliniken und das staatliche Gesundheitswesen. Diese guten Versorgungsstrukturen müssen erhalten werden.
Die Behindertenarbeit ist in Marburg vorbildlich. Dies ist aber vor allem dem Umstand zu verdanken, dass eine Vielzahl von hoch angesehenen Institutionen, die eine erfolgreiche Behindertenvertretung leisten, in Marburg ihren Sitz hat. Die Arbeitsbedingungen dieser Institutionen sind weiter zu verbessern. Die Auffassungen der Behinderten müssen stärker als bisher in die Kommunalpolitik einfließen. Die MBL begrüßt daher jedwedes kommunalpolitische Engagement der Betroffenen selbst. Parkplätze in unmittelbarer Nähe zu den innerstädtischen Einkaufsmöglichkeiten und Dienstleistern sind auch für Behinderte und ältere Menschen von großer Bedeutung.